Nach rund 2 Wochen Pflichtspielpause geht es am Samstag für RWE weiter in der Regionalliga Nordost.
Zum Heimspiel am Samstag um 14 Uhr im Steigerwaldstadion empfängt man mit der VSG Altglienicke eine Mannschaft, die in vielen Dingen am meisten unter dem Radar läuft und man bisweilen immer wieder überrascht ist über deren Ergebnisse in alle Richtungen.
So richtig beliebt ist die VSG unter RWE-Anhängern überhaupt nicht.
Wenig bis keine mitgebrachten Fans der VSG bei Spielen in Erfurt. Ein Gegner, der selbst eingefleischte RWE-Fans nicht wirklich vom Hocker reißt und dazu Spiele, die recht oft eher fußballerisch öde verlaufen sind. Seltsamerweise in Erfurt auch fast immer bei Schmuddelwetter.
Dazu eine VSG-Truppe, die sich mit ihrer teilweise übertrieben körperlichen Spielweise und ihrem zuweilen provozierendem Auftreten auch im Gesamteindruck wenig beliebt machte am Steigerwald ähnlich dem SV Babelsberg oder in früheren Jahren Preußen Münster.
Besonders das mehrfach neu angesetzte Spiel vom 17.Spieltag der Saison 22/23 lässt heute noch bei vielen den Kamm schwellen angesichts eines unbestraften und üblen Trittes des damaligen VSG-Verteidiger Zeiger gegen den damaligen RWE-Stürmer Hajrulla samt längerer Verletzung für Hajrulla.
Auch die Gesamtbilanz des RWE gegen die Ostberliner ist alles andere als erfreulich.
Beim erstmaligen Auftritt in Liga 4 in 2018/19 gewann RWE 3:0 in Ostberlin und vor Weihnachten 2018 gabs die Nikolaus-Packung XXL für die VSG am Steigerwald - 7:1 für RWE. Der Viererpack von Andis Shala in diesem Spiel ist bis heute ein Highlight.
Danach war es vorbei mit der rot-weißen Herrlichkeit.
In der Rückzugssaison 2019/20 reichte es zu Hause nur zu einem 1:1. Zum Rückspiel kam es aus bekannten Gründen nicht mehr.
Nach Wiederaufstieg in Liga 4 setzte sich der Trend fort.
22/23 gab es jenes berüchtigte 0:2 am Steigerwald und am letzten Spieltag ein frustrierendes 0:1 in Jahn-Sportpark, welches die RWE-Fanszene sehr übel genommen hat wegen der damals lustlosen RWE-Darbietung.
In der letzten Saison spielte man 1:1 in Berlin und 2:2 am Steigerwald.
Bei jenem Heimspiel wurde der RWE von Erik Weinhauer in den letzten 2 Minuten wieder belebt und holte sich nach 2:0-Führung der Gäste noch einen Punkt.
Heißt - seit 2018 hat RWE kein Spiel mehr gegen die VSG gewonnen. Die letzten 5 Partien erbrachten lediglich 3 remis und 2 Niederlagen.
2017 erstmals in Liga 4 aufgestiegen hat der Mehrspartenveren VSG - die unter diesem Namen übrigens seit 1946 existiert, im oberklassigen DDR-Fußball jedoch nie auftauchte und keine Rolle spielte - nach den PLätzen 15 und 14 im Abstiegskampf dann jede Saison mit den Platzierungen 1 , 2 , 4, 5 und 6 insbesondere unter Trainer Karsten Heine seit 2019 stets in der Tabellenspitze um den Aufstieg mitgespielt.
War in der Coronasaison 2019/20 sogar Tabellenerster beim Abbruch der Saison, bis der NOFV per Quotenregelung Lok Leipzig zum Ersten machte und diese an der Relegation teilnahmen statt die VSG. Die darüber aus verschiedenen Gründen sehr verschnupft war in ihren Statements dazu.
Erstaunlich ist, dass es bei der VSG eigentlich jährlich immer wieder große Kaderumbrüche gab ohne größere Qualitätsverluste im sportlichen Bereich. Zur Überraschung vieler Fans sicherlich, weil es vor allem vor der Saison 2023/24 diverse Gerüchte um finanzielle Probleme gegeben hat zur VSG.
Zur Saison 2024/25 wurde der Kader wesentlich verschlankt auf 28 Spieler, da man in der Vorsaison noch 35 Spieler zuletzt im Kader hatte.
Dazu wurde mit dem bis dato Viktoria-Trainer Semih Keskin ein neuer Mann an der Seitenlinie geholt.
Der Top-Abgang ist zweifelsohne Spielmacher Tolgay Cigerci gewesen, der zum Drittligaaufsteiger Energie Cottbus wechselte.
Auch die ehemaligen Stammspieler Dirkner (Hansa Rostock), Kulke und Roczen (HFC), Abu Alfa und Engel (Greifswald), Kaufmann (Stuttgart II), Wagner (Zehlendorf) und Fahranak (Würzburg) verließen die Ostberliner in Richtung anderer Viertligisten bzw in die Liga 3.. Dazu 3 junge Leihspieler von Bayern II und dem KSC.
Neben Ex-Bundelsigaspieler Marvin Pourie (jetzt RW Ahlen) fand auch der erfahrene Mittelffeldspieler Jamil Dem (BFC Preussen) nach Vereinslosigkeit einen neuen Verein. Lediglich RV Sander als ehemaliger Stammspieler hängt immer noch in der Luft.
Dafür holte man sich als neuen Spielgestalter Arnel Kujovic (Cottbus). LV HUg (HFC), IV Maurice Trapp (Mainz II, ehemals CFCund Osnabrück), TW Zwick (BAK) verstärken die Defensive.
Neben Kujovic holte man vor allem viele Offensivspieler nach Altglienicke.
Die Mittelstürmer Eshele (Greifswald), Moll (Würzburg) und Gruber (Lichtenberg 47) sollen neben den Linskaußen Öczan (Karsiyaka /Türkei 3.Liga), Laverty (Türkgücü München), dem jungen Bokake (Schalke II) und Rechtsaußen Abe (BAK U19) für Tore sorgen.
Für die Spielgestaltung sind neben Kujovic vor allen auch Butendeich (Luckenwalde ) und der junge Öztürk (Leihe KSC) und der erneut von Bayern II ausgeliehene Georgoer Parkadze zuständig.
Die 20 Tore und 11 Vorlagen aus der Vorsaison von Tolgay Cigerci - damit war er fast an der Hälfte aller VSG-Tore der letzten Saison beteiligt - konnte bisher niemand kompensieren. Jedoch verteilen sich Tore und Vorlagen aktuell über deutlich mehr Spieler, was die VSG etwas unberechenbarer macht.
18 Tore in 15 Spielen sind jedoch weit unter dem Vorjahreswert.
Dafür defensiv sehr stabil mit nur 12 Gegentoren. Das ist nach dem CFC, Lok und HFC die viertbeste Abwehr der Liga.
Das reichte insgesamt für 6 Siege, 5 remis sowie 4 Niederlagen, 23 Punkte und aktuell Platz 6.
Waren die ersten 5 Spieltage der Saison geprägt vom Umbruch und finden müssen der VSG - nur 1 Sieg, 1 remis und 3 der 4 Saisonniederlagen - ging es danach stetig bergauf bei der VSG. Die letzten 10 Spiele gab es lediglich 1 Niederlage (0:1 beim CFC), dafür 4 remis und 5 Siege.
Recht deutlich waren die Auswärtssiege beim FSV Zwickau und bei Chemie Leipzig mit 3:0.
Im Landespokal Berlin warfen sie übrigens auswärts den Ligarivalen Viktoria Berlim mit 6:1 deutlich aus dem Rennen.
Sozusagen durchaus ein Spitzenspiel des Dritten gegen den Sechsten der Liga. Dazu kommen die Erfolgsserien beider Mannschaften, die sich anfänglich finden mussten und nach schlechtem Saisonstart beide zuletzt über Wochen konstant erfolgreich spielten.
RWE fehlt lediglich seit Wochen Danilo Soares. Hinata Gonda erhielt in den letzten Tagen nach einem MRT die Hiobsbotschaft Knorpelabriss im Sprunggelenk, was die andauernden Schmerzen nach dem Trainingseinstieg erklärt. Ausfall wahrscheinlich ca 3 Monate weiterhin.
Marco Wolf hat seine Sperre durch den Verband zuletzt in Luckenwalde abgesessen. Trübenbach ist nach Absitzen der 5.Gelben ebenfalls in Luckenwalde auch wieder spielberechtigt
Allerdings wächst Richtung Weihnachten und Winterpause bei noch ausstehenden 4 Spielen die Reihe von Spielern an, die inzwischen bei vier gelben Karten samt der Gefahr einer Sperre stehen: Awoudja, Maluze, Uzun, Duncan, Fabinski
Insgesamt sehen wir in der Liga zu viele Karten.
Wird der RWE auch im neuten Spiel in Folge ohne Niederlage bleiben? Kann man endlich gegen die VSG wieder einmal gewinnen trotz anstehendem erneuten Schmuddelwetter und wahrscheinlich nur um die 4500 Zuschauer herum inklusive wohl eher leerem Gästeblock?
Ich hoffe, dass es RWE gelingt. Ein 1:0 reicht ja schon...
Zum Heimspiel am Samstag um 14 Uhr im Steigerwaldstadion empfängt man mit der VSG Altglienicke eine Mannschaft, die in vielen Dingen am meisten unter dem Radar läuft und man bisweilen immer wieder überrascht ist über deren Ergebnisse in alle Richtungen.
So richtig beliebt ist die VSG unter RWE-Anhängern überhaupt nicht.
Wenig bis keine mitgebrachten Fans der VSG bei Spielen in Erfurt. Ein Gegner, der selbst eingefleischte RWE-Fans nicht wirklich vom Hocker reißt und dazu Spiele, die recht oft eher fußballerisch öde verlaufen sind. Seltsamerweise in Erfurt auch fast immer bei Schmuddelwetter.
Dazu eine VSG-Truppe, die sich mit ihrer teilweise übertrieben körperlichen Spielweise und ihrem zuweilen provozierendem Auftreten auch im Gesamteindruck wenig beliebt machte am Steigerwald ähnlich dem SV Babelsberg oder in früheren Jahren Preußen Münster.
Besonders das mehrfach neu angesetzte Spiel vom 17.Spieltag der Saison 22/23 lässt heute noch bei vielen den Kamm schwellen angesichts eines unbestraften und üblen Trittes des damaligen VSG-Verteidiger Zeiger gegen den damaligen RWE-Stürmer Hajrulla samt längerer Verletzung für Hajrulla.
Auch die Gesamtbilanz des RWE gegen die Ostberliner ist alles andere als erfreulich.
Beim erstmaligen Auftritt in Liga 4 in 2018/19 gewann RWE 3:0 in Ostberlin und vor Weihnachten 2018 gabs die Nikolaus-Packung XXL für die VSG am Steigerwald - 7:1 für RWE. Der Viererpack von Andis Shala in diesem Spiel ist bis heute ein Highlight.
Danach war es vorbei mit der rot-weißen Herrlichkeit.
In der Rückzugssaison 2019/20 reichte es zu Hause nur zu einem 1:1. Zum Rückspiel kam es aus bekannten Gründen nicht mehr.
Nach Wiederaufstieg in Liga 4 setzte sich der Trend fort.
22/23 gab es jenes berüchtigte 0:2 am Steigerwald und am letzten Spieltag ein frustrierendes 0:1 in Jahn-Sportpark, welches die RWE-Fanszene sehr übel genommen hat wegen der damals lustlosen RWE-Darbietung.
In der letzten Saison spielte man 1:1 in Berlin und 2:2 am Steigerwald.
Bei jenem Heimspiel wurde der RWE von Erik Weinhauer in den letzten 2 Minuten wieder belebt und holte sich nach 2:0-Führung der Gäste noch einen Punkt.
Heißt - seit 2018 hat RWE kein Spiel mehr gegen die VSG gewonnen. Die letzten 5 Partien erbrachten lediglich 3 remis und 2 Niederlagen.
2017 erstmals in Liga 4 aufgestiegen hat der Mehrspartenveren VSG - die unter diesem Namen übrigens seit 1946 existiert, im oberklassigen DDR-Fußball jedoch nie auftauchte und keine Rolle spielte - nach den PLätzen 15 und 14 im Abstiegskampf dann jede Saison mit den Platzierungen 1 , 2 , 4, 5 und 6 insbesondere unter Trainer Karsten Heine seit 2019 stets in der Tabellenspitze um den Aufstieg mitgespielt.
War in der Coronasaison 2019/20 sogar Tabellenerster beim Abbruch der Saison, bis der NOFV per Quotenregelung Lok Leipzig zum Ersten machte und diese an der Relegation teilnahmen statt die VSG. Die darüber aus verschiedenen Gründen sehr verschnupft war in ihren Statements dazu.
Erstaunlich ist, dass es bei der VSG eigentlich jährlich immer wieder große Kaderumbrüche gab ohne größere Qualitätsverluste im sportlichen Bereich. Zur Überraschung vieler Fans sicherlich, weil es vor allem vor der Saison 2023/24 diverse Gerüchte um finanzielle Probleme gegeben hat zur VSG.
Zur Saison 2024/25 wurde der Kader wesentlich verschlankt auf 28 Spieler, da man in der Vorsaison noch 35 Spieler zuletzt im Kader hatte.
Dazu wurde mit dem bis dato Viktoria-Trainer Semih Keskin ein neuer Mann an der Seitenlinie geholt.
Der Top-Abgang ist zweifelsohne Spielmacher Tolgay Cigerci gewesen, der zum Drittligaaufsteiger Energie Cottbus wechselte.
Auch die ehemaligen Stammspieler Dirkner (Hansa Rostock), Kulke und Roczen (HFC), Abu Alfa und Engel (Greifswald), Kaufmann (Stuttgart II), Wagner (Zehlendorf) und Fahranak (Würzburg) verließen die Ostberliner in Richtung anderer Viertligisten bzw in die Liga 3.. Dazu 3 junge Leihspieler von Bayern II und dem KSC.
Neben Ex-Bundelsigaspieler Marvin Pourie (jetzt RW Ahlen) fand auch der erfahrene Mittelffeldspieler Jamil Dem (BFC Preussen) nach Vereinslosigkeit einen neuen Verein. Lediglich RV Sander als ehemaliger Stammspieler hängt immer noch in der Luft.
Dafür holte man sich als neuen Spielgestalter Arnel Kujovic (Cottbus). LV HUg (HFC), IV Maurice Trapp (Mainz II, ehemals CFCund Osnabrück), TW Zwick (BAK) verstärken die Defensive.
Neben Kujovic holte man vor allem viele Offensivspieler nach Altglienicke.
Die Mittelstürmer Eshele (Greifswald), Moll (Würzburg) und Gruber (Lichtenberg 47) sollen neben den Linskaußen Öczan (Karsiyaka /Türkei 3.Liga), Laverty (Türkgücü München), dem jungen Bokake (Schalke II) und Rechtsaußen Abe (BAK U19) für Tore sorgen.
Für die Spielgestaltung sind neben Kujovic vor allen auch Butendeich (Luckenwalde ) und der junge Öztürk (Leihe KSC) und der erneut von Bayern II ausgeliehene Georgoer Parkadze zuständig.
Die 20 Tore und 11 Vorlagen aus der Vorsaison von Tolgay Cigerci - damit war er fast an der Hälfte aller VSG-Tore der letzten Saison beteiligt - konnte bisher niemand kompensieren. Jedoch verteilen sich Tore und Vorlagen aktuell über deutlich mehr Spieler, was die VSG etwas unberechenbarer macht.
18 Tore in 15 Spielen sind jedoch weit unter dem Vorjahreswert.
Dafür defensiv sehr stabil mit nur 12 Gegentoren. Das ist nach dem CFC, Lok und HFC die viertbeste Abwehr der Liga.
Das reichte insgesamt für 6 Siege, 5 remis sowie 4 Niederlagen, 23 Punkte und aktuell Platz 6.
Waren die ersten 5 Spieltage der Saison geprägt vom Umbruch und finden müssen der VSG - nur 1 Sieg, 1 remis und 3 der 4 Saisonniederlagen - ging es danach stetig bergauf bei der VSG. Die letzten 10 Spiele gab es lediglich 1 Niederlage (0:1 beim CFC), dafür 4 remis und 5 Siege.
Recht deutlich waren die Auswärtssiege beim FSV Zwickau und bei Chemie Leipzig mit 3:0.
Im Landespokal Berlin warfen sie übrigens auswärts den Ligarivalen Viktoria Berlim mit 6:1 deutlich aus dem Rennen.
Sozusagen durchaus ein Spitzenspiel des Dritten gegen den Sechsten der Liga. Dazu kommen die Erfolgsserien beider Mannschaften, die sich anfänglich finden mussten und nach schlechtem Saisonstart beide zuletzt über Wochen konstant erfolgreich spielten.
RWE fehlt lediglich seit Wochen Danilo Soares. Hinata Gonda erhielt in den letzten Tagen nach einem MRT die Hiobsbotschaft Knorpelabriss im Sprunggelenk, was die andauernden Schmerzen nach dem Trainingseinstieg erklärt. Ausfall wahrscheinlich ca 3 Monate weiterhin.
Marco Wolf hat seine Sperre durch den Verband zuletzt in Luckenwalde abgesessen. Trübenbach ist nach Absitzen der 5.Gelben ebenfalls in Luckenwalde auch wieder spielberechtigt
Allerdings wächst Richtung Weihnachten und Winterpause bei noch ausstehenden 4 Spielen die Reihe von Spielern an, die inzwischen bei vier gelben Karten samt der Gefahr einer Sperre stehen: Awoudja, Maluze, Uzun, Duncan, Fabinski
Insgesamt sehen wir in der Liga zu viele Karten.
Wird der RWE auch im neuten Spiel in Folge ohne Niederlage bleiben? Kann man endlich gegen die VSG wieder einmal gewinnen trotz anstehendem erneuten Schmuddelwetter und wahrscheinlich nur um die 4500 Zuschauer herum inklusive wohl eher leerem Gästeblock?
Ich hoffe, dass es RWE gelingt. Ein 1:0 reicht ja schon...