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Heini Lemanczyk erzielt hier den zweiten Treffer für seine gelb-schwarzen Farben des SC Aktivist. Neben ihm her läuft der Leipziger Rotation-Verteidiger Bauer, der keine Möglichkeit mehr zum Eingreifen hat. Das Bild stammt vom Vorsonntag, aber auch gegen Meister SC Turbine Erfurt bestätigt der Briesker Halbstürmer wieder seine gute Form.
Soeben ist der vierte Treffer für den SC Dynamo Berlin gefallen. "Moppl" Schröter reißt die Arme in die Luft, denn das bedeutete den endgültigen Sieg. Babelsbergs Torhüter Marquardt erwischt den Ball erst hinter der Linie.
Eine Szene aus dem selben Spiel zeigt Dynamos Mittelstürmer Scheffner, der hier einen Kopfball zwischen den Babelsbergern Bartholomäus und Tietz im Fallen ausführt. Im Hintergrund Schiedsrichter Köhler (Leipzig).
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In der sportlich bedeutungslosen Toto- und Übergangsrunde 1955 kommt es gegen Ende der Begegnung SC Turbine Erfurt gegen SC Empor Rostock zu tumultartigen Szenen. Favorit Erfurt war zweimal durch Günter Niewand und Siegfried Vollrath in Führung gegangen. Turbine ist achtzig Minuten spielbestimmend und scheint einen Sieg einzufahren. In der Schlußoffensive der Rostocker kommt es zum Eklat. Nach Berichterstattung der Erfurter Zeitung "Das Volk" wird dem Gast der Ausgleich geschenkt - von Schiedsrichter Schönebeck aus Lichtenberg: "Daß es nach dem Elfmeter gegen Turbine zu Tumulten kam, muß sich Schiedsrichter Schönebeck, Berlin, selbst zuschreiben. Wie Herr Green in Berlin das Foul an Niewand, so ignorierte Schönebeck einfach, daß Vollrath bei einem Alleingang von Singer die Beine im Strafraum weggezogen wurden. Schönebeck war dann sichtlich im Gewissenskonflikt, als er ein Handspiel von Jochen Müller nach Befragen des Linienrichters aus Jena und nach langem Hin und Her im Erfurter Strafraum mit einem Elfer bestrafte, der den unverdienten Ausgleich für Empor ergab." (Das Volk, 24.Oktober 1955)
Damit liegt die Zeitung aber nicht auf dem Kurs der Funktionäre. Vorausgegegane Fehlentscheidungen zu Lasten der Erfurter in den letzten Wochen sind nicht relevant. Am 4.November 1955 verhängt der Rechtsausschuß die dritte Platzsperre für das Georgi-Dimitroff-Stadion innerhalb von fünf Jahren. Urteil und ausführliche Begründung spiegeln den Zeitgeist wider, verdeutlichen das Unterfangen, die demokratische Sportbewegung der DDR von unerfreulichen Begleitumständen freizuhalten.
Arthur Bialas (SC Empor Rostock), Schütze des 1:1 im Skandalspiel gegen den SC Turbine Erfurt. Hier ein Bild vom 6.Spieltag im Spiel gegen den SC Dynamo Berlin.
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Torhüter Spickenagel (ZSK Vorwärts) klärt vor dem heranbrausenden Arlt (SC Einheit).
Torhüter Rolf Jahn in Aktion. Er wirft sich auf einen Flankenball und verhindert damit das Eingreifen des Leipzigers Matthäus.
"Terrier" Gerhard Franke. 276 DDR-Oberligaspiele/23 Tore. 6 A- und 7 B-Länderspiele, 3 Nachwuchsländerspiele. Er war Vorzeigefußballer des SC Turbine und später des FC Rot-Weiß Erfurt. Er galt viele Jahre als stärkster Spieler auf seiner Position als linker Außenverteidiger in der Oberliga. Blieb dem Verein auch bei drei Abstiegen treu und schaffte dreimal den sofortigen Wiederaufstieg. Nebenbei und später Nachwuchstrainer im Club, in dieser Funktion DDR-Meister mit der Jugend 1965.
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Links: Ein artistischer Rückzieher gelingt hier dem Leipziger Rotation-Stürmer Hofmann. Viel trug der schnelle und ballgewandte, aber noch etwas "blinde" Spieler zum 2:1-Sieg über Chemie Karl-Marx-Stadt bei. Rechts: Der Zwickauer Innenstürmer Baumann schwenkt um den Babelsberger Schupo Tietz, dessen Rempelangriff nicht ganz einwandfrei erscheint, da er zuerst den Mann nimmt.
Turbine Erfurts Rechtsaußen Lothar Weise spielte gegen den SC Fortschritt nach seiner Krankheit erstmals wieder für den Meister. Hier zieht er den Ball am angreifenden Bechstedt vorbei auf das Tor von Rosenheinrich. Lothar Weise war zweifacher Torschütze.
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Es ist fertig. Und es ist, ohne zu übertreiben, gelungen. Im Gegensatz zum Fotobuch 1965/66 ist es ein "richtiges" Buch geworden. Es umfasst 66 Seiten mit je einer Zusammenfassung für jede der beiden Serien. Die kompletten, ausführlichen Spielberichte aller 62 Punkt- und Pokalspiele von 1953/54 und 1954/55 mit Spielstatistik, auch hier komplett. Bei einigen Pokalspielen gegen unterklassige Gegner fehlen mir die Vornamen der Gegenspieler. 59 Bilder. Dazu muss ich sagen, das ich mit einem Bildbearbeitungsprogramm für alte Zeitungen gearbeitet und dabei das beste herausgeholt habe. Man sieht es den Bildern immer noch an, manche haben trotzdem eine schlechte Qualität. Da war dann nicht mehr herauszuholen. Abschluß bildet immer eine kleine Saisonstatistik. Fotobücher in dem Umfang sind nicht preiswert. Ich mußte Zusatzpakete kaufen um enggeschriebene, aber sehr gut lesbare, Seiten mit viel Text und Bildern zu füllen. Hardcover 48,95 Euro. Softcover 43,95 Euro. Bisher nur Hardcover bestellt, sieht "edel" aus. Ich habe das für mich und als Geschenk für Freunde gemacht, sprich ich verfolge damit keine kommerziellen Ziele. Würde es bei Interesse zum o. g. Selbstkostenpreis nachbestellen. Versand würde bei Vorkasse dazukommen. Es ist etwas für Liebhaber, Leute die an knallbunter Aufmachung mit viel Bild und wenig Text interessiert sind sollten die Finger davon lassen.
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Hallo, sicher ein schönes Buch, ich würde eines nehmen als Hardcover. Bilder hättest Du im Original haben können, habe bestimmt ein paar hundert aus der Zeit, kann man nun nichts mehr machen.
Gruß O.S.
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Ich kann das Buch von der Qualität und dem Inhalt her nur wärmstens empfehlen.
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Das liest man natürlich gerne. Danke.
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Heute vor 65 Jahren war ein historischer Tag.
Der SC Turbine Erfurt spielte bei der BSG Chemie Leipzig (damals noch SC Lokomotive Leipzig) 1:1 und verteidigte damit als erster Verein der DDR-Oberliga seinen Meistertitel mit 1 Punkt Vorsprung vor dem SC Wismut Karl-Marx-Stadt ( heute Erzgebirge Aue), die beim SC Dynamo Berlin auch nur 0:00 spielten.
Siegfried Vollrath schoß das entscheidende Tor vor 30.000 Zuschauern für RWE.
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